News 2021

14.10.2021
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X85racing mit tragischem Saisonende der Nürburgring Langstrecken-Serie 2021

X85racing mit tragischem Saisonende der Nürburgring Langstrecken-Serie 2021
       

Lüdenscheid/Nürburg: Das traditionelle „Schinkenrennen“, bei dem den Klassensiegern zum Pokal auch ein Schinken überreicht wird, verlief für X85racing nicht wie gewünscht. Beim PAGID Racing 45. DMV Münsterlandpokal am Samstag, den 9. Oktober 2021 war der Renault Clio RS #685 mit dem eingespielten Trio Marc Wylach (Wuppertal), Michael Bohrer (Merzig) und dem Teamchef Gerrit Holthaus (Lüdenscheid) auf Siegeskurs verunfallt. Die vorzeitigen Klassenmeister der H2 mussten mit einem stark beschädigten Auto die Heimreise und die Winterpause nach der Debütsaison des Teams antreten. 

Das morgendliche Zeittraining um 8:30 Uhr konnte ein weiteres Mal nicht pünktlich starten. Bodennebel bedeckte einige Abschnitte der Grünen Hölle und die Rennleitung verschob den Beginn mehrfach. Um 11:15 Uhr ging es mit nur 45 Minuten Qualifying-Zeit dann endlich los. Michael Bohrer gelang es aufgrund zahlreicher Unfälle auf der teilweise noch feuchten Strecke nicht eine schnelle Runde zu fahren, Startplatz zwei war das Resultat seines besten Umlaufs.

Um 13:45 Uhr wurde dann das Rennen aufgenommen. Aufgrund der Verzögerungen am Morgen wurde die Zeit auf 3:15h verkürzt, was jedoch noch die volle Punktzahl brachte, um die Titelkämpfe nicht zu beeinflussen. Michael Bohrer fuhr vom Start weg volle Attacke und setzte sich an die Spitze der Klasse noch bevor das Feld auf die Nordschleife abbog. Der ehemalige Peugeot Werkspilot konnte sich dann immer weiter von den Verfolgern absetzen und das Rennen bestimmen, bis er an Teamchef Holthaus übergab. 

Gerrit Holthaus hielt die Spitze bis zur zehnten Runde. Im Hochgeschwindigkeitsabschnitt Flugplatz kam der Lüdenscheider jedoch auf eine Betriebsmittelspur, verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und schlug heftig in die Leitschienen ein. Holthaus entstieg dem stark beschädigten Clio glücklicherweise ohne Verletzungen. Jedoch endete der finale Lauf ohne Ergebnis und ohne Schinken für X85racing. 

Holthaus sagte sichtlich aufgewühlt: „Ich bin einfach nur stinksauer! Der Porsche mit der #38 und Michele Beretta am Steuer hatte einen Einschlag. Wo genau, kann ich nicht sagen. Es muss aber sehr früh passiert sein, da er in langsamer Fahrt schon im oberen Abschnitt Hatzenbach gesichtet wurde. Durch den Einschlag verlor der Porsche Öl und Beretta verteilte dieses dank seiner Weiterfahrt. Leider wurden keine Gelb-Roten Flaggen gezeigt. Ich war das erste Auto hinter ihm, dies wurde mir am Flugplatz zum Verhängnis: Einschlag - Clio kaputt - Rennen zu Ende - und dem Profi GT3 Fahrer war es egal.“

Teammanager Oliver Reyle erklärt: „Es ist in der Eifel immer wieder verwunderlich, warum genau an den Renntagen der Nebel kommt, aber so ist das am Nürburgring. Das verkürzte Qualifying lag uns absolut nicht, schnelle Runden waren einfach nicht möglich. Michael fuhr einen starken Startstint ein starkes Manöver vor auf Platz eins. Alles lief bis dahin ohne Probleme. Das Einzige was uns auffiel, waren die permanenten Code 60-Zonen auf der Strecke. Es gab keine einzige freie Rennrunde. Gerrit startete in seinen Stint, als er leider um 15:34 höhe Posten 80 (Flugplatz) unverschuldet die Kontrolle über den Clio verlor und unglücklich in die Leitplanke einschlug. Gott sei Dank ist Ihm nichts passiert. Allerdings war eine Weiterfahrt danach nicht mehr möglich und wir mussten den letzten Lauf des Jahres vorzeitig beenden.“

Großartige Debütsaison von X85racing in der NLS 

Das erste Jahr des familiären Breitensportteams verlief, bis auf wenige Ausnahmen, sehr gut. Zahlreiche Siege, Rundenrekorde sowie der Aufstieg von Michael Bohrer in die ewige Bestenliste der Langstrecke am Nürburgring mit 40 Klassensiegen markierten die Wegpunkte über die Saison. Bereits nach dem achten Lauf lagen die Piloten von X85racing uneinholbar an der Tabellenspitze der Klasse H2.

Entsprechend zufrieden blickt Holthaus auf das Jahr zurück: „Unsere gesamte Mannschaft hat perfekt harmoniert, das Auto immer tadellos vorbereitet und in den Rennen betreut. Die Stimmung passte, so konnten wir uns super präsentieren, was uns sicherlich auch gelungen ist. Ich möchte dem ganzen Team meinen Dank aussprechen für ein großartiges und harmonisches Jahr! Neben Oliver Reyle, der sämtliche Abläufe immer im Überblick hatte gebührt Louis Walter ein extra Dankeschön für seine nicht selbstverständlichen unzählbaren Stunden - da kommen nun nach dem Crash weitere dazu - bei der Arbeit an unserem Clio. Allen Sponsoren und Unterstützern sind wir dankbar, dass sie uns die Debütsaison ermöglicht haben und uns treu begleiteten. Nicht zu vergessen: Die Damen und Herren in Orange, die auf den Posten rund um die Nordschleife ihren Dienst verrichteten und es uns überhaupt erst ermöglichten Rennen zu fahren.“

„Als Resümee für die ganze Saison muss ich sagen, dass wir als neu gegründetes Team ein erfolgreiches und großartiges Jahr hatten. Ich bin sehr stolz auf die Truppe und darauf, ein Teil von ihr zu sein. Nun heißt es das Auto wieder zurecht zu biegen und wir freuen uns auf die nächste Saison.“, ergänzt der Teammanager Reyle. 

Michael Bohrer zieht ebenfalls Bilanz: „Das Team hat wie immer hervorragend gearbeitet und ich bin froh diese Crew im Hintergrund zu haben. Da kann ich nicht genug Danke an alle die diesen Erfolg und die schöne Zeit an der Strecke möglich gemacht haben sagen. Der unnötige Unfall am Ende drückte zwar etwas die Stimmung, aber wir werden das fantastische Einstiegsjahr von X85racing noch gebührend feiern. Ich freue mich schon jetzt mit dieser Mannschaft nächstes Jahr wieder vor der Traumkulisse von Zuschauer in der NLS antreten zu dürfen.“ 

Marc Wylach lobt die Zusammenarbeit ebenfalls: „Mit viel Spaß aber immer professionell verlief das Jahr, es war wirklich ein schöner Auftritt mit X85racing und tollen Momenten. Ich möchte meinen Dank ebenfalls an alle helfenden Hände aussprechen und wünsche eine gesunde Winterpause. Ich freue mich darauf 2022 an die Leistungen anzuknüpfen!“

Die Nürburgring Langstrecken-Serie beginnt im nächsten Jahr am letzten Wochenende im März. Der Kalender beinhaltet dann noch acht Läufe, davon wir jedoch ein 12h-Rennen über zwei Tage ausgetragen. Durch eine Umstrukturierung bei der Punktevergabe für die Meisterschaft werden 2022 auch Klassen wie die H2 wieder die Chance bekommen, um den Gesamtmeister-Titel zu kämpfen.

Vorläufige NLS-Termine 2022

25.-26.03.2022 – NLS1 
08.-09.04.2022 – NLS2 
22.-23.04.2022 – NLS3 
24.-25.06.2022 – NLS4 
08.-09.07.2022 – NLS5 (6h Rennen) 
09.-11.09.2022 – NLS6 (12h Rennen) 
07.-08.10.2022 – NLS7 
21.-22.10.2022 – NLS8

27.09.2021

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Klassen- und Wertungsgruppensieg von X85racing bei NLS 8 geht in die Bestenliste ein

Klassen- und Wertungsgruppensieg von X85racing bei NLS 8 geht in die Bestenliste ein
       

Lüdenscheid/Nürburg: Zum 53. ADAC Barbarossapreis am Samstag, den 25. September 2021, ging es für X85racing wieder an die legendäre Nordschleife in der Eifel zum achten Saisonlauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Mit einem souveränen Rennen im Renault Clio RS #685 gewannen Michael Bohrer (Merzig), Marc Wylach (Wuppertal) und Teamchef Gerrit Holthaus (Lüdenscheid) in der Klasse H2 und sicherten sich den Wertungsgruppensieg. Michael Bohrer zog mit vierzig Klassensiegen in die „Hall of fame“ der Langstreckenserie ein. Ebenso liegt das Trio von X85racing in der Saisonmeisterschaft der Klasse uneinholbar auf dem ersten Platz.

Dichter Herbstnebel lag am Samstagmorgen noch über der Eifel und dem Fahrerlager und das Zeittraining um 8:30 Uhr konnte nicht planmäßig aufgenommen werden. Der Nebel lichtete sich und mit Verspätung wurde das Qualifying, auf 45 Minuten verkürzt, freigegeben. Auch wenn keine richtig freie Runde möglich war, stellte der ehemalige Peugeot Werkspilot Michael Bohrer den X85racing Clio #685 auf die Pole-Position. Erstmals seit Saisonende 2019 waren wieder Zuschauer im Fahrerlager, in der Startaufstellung und rund um die Nordschleife zugelassen und sorgten endlich wieder für das Langstreckenfeeling. Kaiserwetter über der Nürburg machten die Bedingungen dann auch perfekt. 

Die vier Stunden Rennzeit begannen dann um 12:30 Uhr. Bohrer nahm die Hatz durch die Grüne Hölle als Startfahrer auf, die beiden Klassenkonkurrenten standen im Grid direkt hinter ihm. Nachdem die Ampel auf Grün ging, entbrannte ein heißer Dreikampf an der Spitze, zu dem sich noch Autos anderer Klassen gesellten. Bohrer bewegte den Clio bei sämtlichen Umläufen im Sprinttempo, um die Führung zu halten. Dieser Pace schlossen sich sowohl Holthaus als auch Wylach souverän an und holten damit einen weiteren Sieg für X85racing. 

Michael Bohrer sagte freudig nach dem Rennen: „Das Qualifying war noch sehr tricky, aber wir standen ganz vorne. Das Rennen selbst war dieses Mal unglaublich anstrengend und eng, aber das ist ja genau das, was wir Rennfahrer lieben – es hat unglaublich Spaß gemacht. Der Clio lief tadellos, da hat unsere Crew wieder hervorragend gearbeitet, Danke dafür! Die Rückkehr der Fans hat mich riesig gefreut und vor dieser Kulisse aufs Siegerpodest zu steigen, war umso schöner. Mit meinem vierzigsten Klassensieg stehe ich nun neben legendären Namen in der ewigen Bestenliste der Langstrecke am Nürburgring und hoffe, dass da noch weitere hinzukommen. Den Sack in der Klassenmeisterschaft konnten wir ebenfalls schon zu machen, grandiose Teamleistung!“

Auch Teammanager Oliver Reyle ist begeistert: „Und wieder einmal hat das gesamte Team zum Erfolg beigetragen. Sportlich waren alle drei Fahrer auf Augenhöhe unserer direkten Konkurrenten. Runde um Runde wurden identische Zeiten gefahren. Die großartige Leistung, alles aus dem Auto zu holen, sowie ein taktischer Boxenstopp hat uns den knappen Vorsprung bis zum Ende erhalten, wirklich großartig! Diesmal blieb das Auto heil, obwohl es mehrere heikle Situationen auf der Rennstrecke gab. Ich freue mich für das gesamte Team, welches wieder wie ein Uhrwerk gearbeitet hat. So können wir motiviert in den letzten Lauf der Meisterschaft gehen und um den westfälischen Schinken kämpfen. Schon jetzt war es eine tolle Saison für das neu gegründete Team X85racing.“

„Knallharter Breitensport, das lieben und leben wir in der H2 und konnten es beim achten Lauf auch wieder beweisen!“, fügt Teamchef und Pilot Gerrit Holthaus hinzu. Der Lüdenscheider sagte weiter: „Mein Mittelstint war mal wieder geprägt von Doppelt-Gelb und Code-60. Insgesamt hatte ich nur eine freie Runde und es war dennoch große Freude, unseren Clio um die Nordschleife zu pilotieren. Das Auto wurde perfekt von Louis Walter vorbereitet und der Crew betreut. Michael, Marc und das gesamte Team haben sich keinen Fehler geleistet, alles lief nach Plan und wir konnten den Sieg verdient ins Ziel bringen. Man darf dabei nicht vergessen, dass wir nach wie vor mit dem Serienmotor unterwegs sind und somit ein Leistungsdefizit von rund 15-20 PS egalisieren müssen.“

„Ein besonderes Highlight war der Wertungsgruppensieg und dem damit verbundenen Marsch aufs Podium, Siegerkranz und Sektdusche inklusive. Ich bin wirklich stolz auf unser gesamtes, perfekt eingespieltes Team und die harmonische Stimmung. Das ist sicherlich ein Schlüssel zu unserem vorzeitigen Gewinn unserer Klasse 2021 gewesen. Michaels vierzigster Sieg war zugleich mein 22., was auch schon unbeschreiblich ist. Es war herrlich, auf dem Podest vor so vielen Zuschauern zu feiern. Die Debütsaison von X85racing hätte kaum besser laufen können. Dafür danke ich jedem Einzelnen aus unserem Team!“, schließt Holthaus ab.

Das große Finale der NLS findet am Samstag, den 9. Oktober 2021, statt. Beim PAGID Racing 45. DMV Münsterlandpokal geht es dann ein letztes Mal dieses Jahr über vier Stunden um Positionen und um den begehrten westfälischen Schinken, den der veranstaltende Verein als Extrapreis den Siegern überreichen wird. Das Schinkenrennen beginnt um 8:30 Uhr mit dem 90-minütigen Zeittraining. Start ist dann um 12:00 Uhr und nach 240 Minuten Renndistanz stehen sowohl die Klassen- als auch die Gesamtmeister der Saison fest.

12.09.2021

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Platz zwei nach engem Kampf an der Klassenspitze für X85racing

Enger Kampf von X85racing an der Klassenspitze endete nach sechs Stunden mit Platz zwei
       

Lüdenscheid/Nürburg: Nach fast zwei Monaten Sommerpause der Nürburgring Langstrecken-Serie ging es für X85racing am Samstag, den 11. September 2021 ins letzte Saisondrittel. Das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen bestritt das Trio Michael Bohrer (Merzig), Marc Wylach (Wuppertal) und Teamchef Gerrit Holthaus (Lüdenscheid) im beliebten Renault Clio RS #685. Nach einem mit Unfällen gespickten Rennen überquerte Holthaus auf dem zweiten Platz in der Klasse H2 die Ziellinie.

Nachdem es in der Nacht und am frühen Morgen vor dem Zeittraining ab 8:30 Uhr regnete, war die Strecke noch sehr nass und so manches Team wartete ab wie sich die Bedingungen in den 90 Minuten entwickeln werden. Mit Herunterlaufen der Uhr wurde es immer voller und die ersten Vorfälle auf der Nordschleife machten es schwer eine freie Runde zu fahren. Dadurch musste sich X85racing mit dem zweiten Startplatz der Klasse zufriedengeben.

Pünktlich um 11:40 Uhr machten sich die drei Startgruppen auf die Einführungsrunde und die Ampel gab um 12:00 Uhr das Rennen über 360 Minuten frei. Startfahrer Bohrer arbeitete sich noch im ersten Umlauf bis ans Heck des Konkurrenten heran und es begann ein harter, aber immer fairer Zweikampf an der Spitze mit stets wechselnden Positionen. Dieses Duell ging bis zum Fahrerwechsel auf Wylach zwei Stunden lang und fand viel Aufmerksamkeit im Livestream. Der Wuppertaler lieferte sich dann aufgrund einer anderen Strategie der Overbeck-Brüder ein Fernduell.

Zum letzten Renndrittel stieg Teamchef Holthaus ins Cockpit. Zahlreiche Doppel-Gelb und Code-60 Passagen machten ihm jedoch ein Aufholen und Fortführen des Wettkampfs unmöglich. Hinzu kam ein ungeplanter Stopp, da Holthaus Kontakt mit einem Teilnehmer hatte, der einen Schleppverband partout nicht überholen wollte. Somit stiegen die X85racing Piloten nach sechs Rennstunden auf die zweite Stufe des Siegertreppchens.

Stimmen nach dem 6h-Rennen

Oliver Reyle, Teammanager: „Das 6 h-Rennen ist immer ein Höhepunkt im Rennkalender. Mit der nassen Strecke war das Qualifying noch sehr tricky und wir gingen sehr spät erst aus der Box und fanden leider keine freie Runde mehr und es ging von Position zwei aus ins Rennen. Michael zeigte wieder, was er am Steuer leisten kann und überholte alle Autos der anderen Klassen noch auf dem Grand-Prix-Kurs, um neben Overbeck auf die Nordschleife zu gehen. Es folgte Rennsport vom feinsten und die Runden waren bis auf wenige Zehntelsekunden identisch.“

„Dank der Mindeststandzeit von insgesamt 12 Minuten verliefen die geplanten Stopps bis auf den Letzten ruhig und routiniert. Das Team ist sehr eingespielt, das zeichnet uns aus. Ein kleiner Fehler, den wir in der Nachbesprechung für die Zukunft vermeiden wollen, kostete uns etwa 30 nicht einkalkulierte Sekunden zusätzlich. Als dann Gerrit noch in der letzten Stunde ankündigte, dass er erneut für eine Reparatur der Nase zum Service kommt, war die Taktik dahin. Mit ein wenig Tape als Pflaster auf der Front brachte er den Clio dann hart erkämpft auf Platz zwei ins Ziel. Das Auto war trotz des Serienmotors konkurrenzfähig und wir freuen uns auf den nächsten Kampf beim achten Lauf.“, schließt Reyle ab.

Gerrit Holthaus, Teamchef: „Mein Schluss-Stint war geprägt von Gelb, Doppelt-Gelb und Code-60. Spaß hat es im Auto eigentlich nicht gemacht, da flüssiges Fahren im Prinzip nicht möglich war. Ein weiteres Mal muss ich die Vergabe von Lizenzen und Permits an den ein oder anderen Teilnehmer infrage stellen. Da wird bei einfacher gelber Flagge mit Tempo 50 hinter einem Schleppverband geschlichen oder eine Vollbremsung bereits 150 Meter vor einer Code-60 Zone eingeleitet. So können auch Rennen entschieden werden. Besagte Code-60 Zonen haben mal wieder unser Rennen entschieden. Ich hatte leider eine Große davon erwischt, die der Konkurrenz von Five-Speed erspart blieb. Aber grundsätzlich war es ein gelungenes Wochenende. Das Auto lief sehr gut und wir hatten mit allen Teammitgliedern sehr viel Spaß.“

Michael Bohrer: „Rückblickend war es wieder ein schönes Wochenende mit einem hervorragend eingespielten Team und bester Stimmung. Der Clio lief wieder fantastisch, jedoch konnten wir im Qualifying noch nicht das gesamte Potenzial ausspielen. Noch in der Startrunde war ich mit dem Five-Speed-Clio Seite an Seite, als es auf die Nordschleife ging und wir hatten über den gesamten zwei-Stunden-Stint herrliche Kämpfe. In Führung liegend übergab ich an Marc, der ebenso bis zur Erschöpfung Vollgas angriff. Mit den vielen Zwischenfällen zum Ende hin wurde Gerrit um die Siegchance gebracht und wir müssen mit dem zweiten Platz zufrieden sein. Die Fortsetzung des Duells folgt in zwei Wochen.“

Marc Wylach: „Ich sehe auf das vergangene Wochenende grundsätzlich positiv zurück und denke, mit dem zweiten Platz können wir zufrieden sein, da wir das Glück nicht unbedingt auf unserer Seite hatten, wie Gerrit und Michael schon sagten. Auch mein Stint war von vielen Gelbphasen und Code-60 Zonen geprägt, sodass es schwer war, richtig in einen Rhythmus zu kommen. Ich glaube, dass die lange Rennpause von acht Wochen vielen Fahrern nicht gutgetan hat. Wir im Team wissen, was wir beim nächsten Mal noch besser machen können und freuen uns, dass es schon in weniger als zwei Wochen mit dem nächsten Lauf weiter geht und greifen auf jeden Fall wieder an!“

Am 25. September 2021 folgt mit dem 53. ADAC Barbarossapreis bereits der achte Saisonlauf. Das große Finale der Nürburgring Langstrecken-Serie ist dann am 09. Oktober 2021 der PAGID Racing 45. DMV Münsterlandpokal. Hier geht es dann nicht nur um die Siegertrophäen, sondern den Gewinnern winkt auch wieder ein köstlicher Schinken als extra Belohnung.

Weitere Termine 2021

Nürburgring Langstrecken-Serie NLS*

  • 25.09. – 53. ADAC Barbarossapreis
  • 09.10. – 45. DMV Münsterlandpokal 

*vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen/Änderungen des Veranstalters

14.07.2021

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„Willkommen bei X85racing, ihre Bestellung bitte?“ – Ein Wochenende, zwei Rennen und zwei Siege beim NLS Double-Header

„Willkommen bei X85racing, ihre Bestellung bitte?“ – Ein Wochenende, zwei Rennen und zwei Siege beim NLS Double-Header
       

Lüdenscheid/Nürburg: Zum zweiten Mal wurde in der Nürburgring Langstrecken-Serie ein sogenannter Double-Header ausgetragen. Zwei Läufe über vier Stunden an einem Wochenende. Was im Vorjahr noch wegen der Corona-Pandemie aus der Not geboren wurde, war 2021 schon ein akzeptierter Saisonbestandteil bei den Teams. Das eingespielte Pilotentrio von X85racing sowie das Team überzeugten auf ganzer Linie und erzielten an beiden Tagen sowohl die Pole-Position als auch den Klassensieg. Dazu gab es als Extra sogar den begehrten Wertungsgruppensieg an beiden Tagen.

Im Renault Clio RS #685 traten zu NLS fünf und sechs wieder der Teamchef Gerrit Holthaus (Lüdenscheid) mit seinen Kollegen Marc Wylach (Wuppertal) und Michael Bohrer (Merzig) in der Klasse H2 an. Nachdem beim vierten Lauf der Motor des Clio den Dienst versagte, wurde in den zwei Wochen ein Austauschmotor eingebaut. Zum großen Schreck für das Team verabschiedete sich dieser dann am Donnerstag vor dem Rennen auf dem Prüfstand ebenfalls. Doch Chefmechaniker und Clio-Spezialist Louis Walter ersetzte die defekte Maschine über Nacht erneut mit einem Serienmotor und so konnte die #685, wenn auch mit weniger Leistung als gewohnt, am Freitagnachmittag die Reise in die Eifel starten.

Samstag, der 10. Juli 2021, erster Akt: Das 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen

Trotz aller Aufregung in den letzten Stunden war die Stimmung im Team hervorragend und stieg mit der Pole-Position nach dem morgendlichen Zeittraining über 90 Minuten noch an. Bei guten Wetterbedingungen ging Holthaus beim Start um 12:00 Uhr aufs Gas und behauptete sich gut im Feld mit fast 140 Fahrzeugen. Doch im dritten Umlauf eine Schrecksekunde für den Teamchef. Direkt vor ihm hatte ein BMW der V4 Klasse einen kapitalen Motorschaden und sprühte reichlich Öl auf die Strecke. Im Hochgeschwindigkeits-Abschnitt Mutkurve drehte sich Holthaus und hatte einen Frontkontakt mit der Leitplanke. Er konnte die Fahrt glücklicherweise fortsetzen und kam zur Inspektion und schnellen Reparatur in die Box, so konnte der X85racing Clio ohne Zeitverlust jedoch mit Taktikänderung wieder ins Rennen zurück. Bohrer und Wylach führten dann bis zum Ablauf der vier Stunden die Klasse weiter an. Die tadellose Leistung wurde entsprechend mit dem ersten Platz belohnt. Als Sahnehäubchen gab es für X85racing auch den Wertungsgruppensieg.

Sonntag, der 11. Juli 2021, zweiter Akt: 44. RCM DMV Grenzlandrennen

Mit dem Erfolg vom Vortag als Rückenwind ging es entsprechend motiviert am Sonntag um 8:30 Uhr ins Zeittraining. Nach dem Starkregen in der Nacht waren zum Beginn die Streckenverhältnisse noch schwierig, doch dank der jahrelangen Erfahrung der Piloten auf der Nordschleife wurde der Clio #685 wieder auf den ersten Startplatz gestellt. Konstant schnell und sicher überquerte er dann nach einem fehlerfreien Rennen und 24 Runden die Ziellinie erneut als Klassen- und Wertungsgruppensieger. Das Doppel-Wochenende war somit für X85racing durchweg ein Erfolg und der Verdienst einer perfekten Arbeit des gesamten Teams.

Teammanager Oliver Reyle: „Das lange Wochenende fühlte sich fast wie ein 24h-Rennen an. Die Anspannung am Freitag, ob der Motor läuft war im Team spürbar, dann kam die gute Nachricht: Er läuft! Super Arbeit von Louis! Ab dann waren wir deutlich ruhiger und konnten routiniert unsere Abläufe bis zum Start abspulen. Kurz nach der dritten Runde kam schrillend die Meldung von Gerrit er sei eingeschlagen. Der Schock ließ nach, als er meldete, dass das Auto noch fährt und er reinkommt. Glücklicherweise war außer der Stoßstange nichts schlimm beschädigt und Michael konnte in Führung liegend ins Rennen zurück. Eine neue Stoßstange hatten wir bis Sonntagmorgen in einer Blitzaktion besorgt und montiert. Das war eine super Leistung. Der Klassen- und Wertungsgruppensieg fühlten sich sehr gut an.

Unser Sonntag verlief dann so routiniert und harmonisch, wie ich es selten in einem Team erlebt habe. Fehlerloses Qualifying und einwandfreie vier Rennstunden. Am Funk war es zeitweise so ruhig, die Piloten meldeten sich nur einmal pro Runde. Um die Stimmung aufzulockern, nahmen wir im Stil einer Burger-Kette dann die Drive-In Bestellung entgegen. Unfallfrei und wieder mit erstklassigem Teamwork gab es dann erneut sowohl den Klassen- als auch den Wertungsgruppensieg für uns zu feiern. Unserer gesamten Truppe kann ich nicht genug Lob aussprechen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Familien seit langer Zeit wieder mit im Fahrerlager waren und es im Teamzelt zuging wie in einer KiTa.“

Teamchef Gerrit Holthaus: „Der Clio war schon immer für Überraschungen gut, aber dieses Mal machte er es extrem spannend bis zum Freitagabend. Unser Clio-Gott Louis hat aber wieder gezaubert und uns einen siegfähigen Serienmotor eingebaut. Starke Leistung! Überhaupt war es an allen Tagen eine makellose Zusammenarbeit und Hilfe aller, auch die Lieferaktion der neuen Stoßstange war ein logistisches Meisterwerk. Markus Walter, der Vater von Louis fuhr uns sofort entgegen und wir trafen uns in Overrath auf halbem Weg, ihm gebührt ein besonderes Dankeschön!

Der Unfall mit etwa 200 km/h in der Mutkurve ging zum Glück glimpflich aus, der BMW vor mir hatte einen Motorplatzer und in dem Moment als ich im Ölregen war ging es schon von der Strecke mit „Code Brown“. Letztendlich war es nicht schlimm, Michael und Marc konnten den X85racing Clio als Sieger ins Ziel bringen. Der Sonntag machte durchweg nur Spaß. Präzise wie ein Uhrwerk lief der Clio und saßen die Handgriffe der Crew. Herzlichen Danke an alle helfenden Hände über das Mammut-Wochenende.“

Michael Bohrer: „Nachdem die Vorzeichen am Freitag noch nicht so gut waren, war es rückblickend doch ein perfektes Wochenende mit einem tollen Team. Zwei Mal Pole, Klassen- und Wertungsgruppensieg und damit die Meisterschaftsführung, sind das Maximum was an einem solch anstrengenden Wochenende zu erreichen ist. Über die Erfolge freue ich mich wahnsinnig und kann unserer Mannschaft nur vielmals Danke sagen. Das Auto lief megagut und es hat viel Spaß gemacht. Nun gehen wir in die Sommerpause um motiviert das letzte Saisondrittel ab September zu bestreiten.“

Marc Wylach: „Der lobenden Bilanz kann ich mich ebenso anschließen. Die Aufregung vor dem Wochenende war groß, es stand wegen dem Motor ja alles möglicherweise noch auf der Kippe. Aber nicht bei X85racing, starke Teamarbeit wurde mit zwei Siegen belohnt, ein herrliches Ergebnis, für das ich mich sehr bedanken darf! Was ich am Funk dann bestellt hatte wird nicht verraten, aber es war mit Extra-Käse.“

Mit dem ROWE ADAC 6h Ruhr-Pokal-Rennen als siebter Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie biegt die Saison schon langsam auf die Zielgerade ein. Am 11. September geht es dann auch für den X85racing Clio über die 50% längere Distanz in der Grünen Hölle der Nordschleife.

Weitere Termine 2021

Nürburgring Langstrecken-Serie NLS*

  • 11.09. – ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. – 53. ADAC Barbarossapreis
  • 09.10. – 45. DMV Münsterlandpokal 

*vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen/Änderungen des Veranstalters

04.05.2021

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Zu laut für die „Grüne Hölle“ – Frustration nach der Disqualifikation

X85racing: Zu laut für die „Grüne Hölle“ – Frustration nach der Disqualifikation
       

Lüdenscheid/Nürburg: Mit dem Klassensieg beim zweiten Lauf im Gepäck reiste X85racing zum dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie in die Eifel. An diesen Erfolg wollte das Team beim 62. EIBACH ADAC ACAS Cup am 1. Mai 2021 anknüpfen und in der H2-Klasse erneut siegen. Mit einem Start von der Pole-Position und langer Zeit in Führung liegend sah alles nach einem perfekten Ergebnis aus, bis die Rennleitung den Renault Clio RS #685 aus dem Rennen nahm, da er wegen einer beschädigten Auspuffanlage zu laut für die Grüne Hölle war.

Gerrit Holthaus (Lüdenscheid), Marc Wylach (Wuppertal) und Michael Bohrer (Merzig) begannen das Rennwochenende am Tag der Arbeit unter guten Vorzeichen. Nachdem Bohrer bei NLS2 neue Clio Rekordmarken für die Qualifikations-Runde und Rennrunde setzte und das Trio den Klassensieg verbuchte, war die Stimmung im Team hervorragend. Auch das durch zwei rote Flaggen unterbrochene Zeittraining verlief für X85racing ohne Probleme, der ehemalige Peugeot Werksfahrer Michael Bohrer stellte den Renault Clio RS auf den ersten Startplatz in der Klasse, dank einer freien Runde bereits kurz nach Streckenfreigabe um 8:30 Uhr.

Bohrer fuhr auch den Rennstart und konnte sich schnell vom Verfolgerfeld absetzen. Bereits nach wenigen Runden lief er auf die zweite Startgruppe auf, und ein Fahrzeug zwang ihn den Weg über die Randsteine und Wiese zu nehmen. Dabei muss der Clio aufgesetzt haben und wurde an der Auspuffanlage beschädigt. So kam er in Führung liegend früher als geplant zum ersten Boxenstopp, bei dem das Team gewohnt routiniert und professionell die auftretenden Zündaussetzer schnell beheben konnte, die Probleme am Auspuff machten sich hier noch nicht allzu sehr bemerkbar, und Marc Wylach stieg ins Cockpit.

Der Wuppertaler erkannte dann, dass etwas nicht stimmte und sagte: „Leider merkte ich, dass das Auto ungewohnt klang und mehr Vibrationen hatte als im Normalzustand, sodass ich sicherheitshalber schon nach zwei Runden wieder die Box ansteuerte. Wie sich herausstellte, war der Auspuff gerissen - wahrscheinlich das Resultat von Michaels Ausweichmanöver über einen hohen Randstein. Ich beendete meinen Stint dann mit dem dröhnenden und sehr lauten Clio, der ansonsten aber top lief und übergab an Gerrit.“

Nachdem Holthaus weitere Führungsrunden mit dem Clio gefahren hatte, wurde durch eine weitere Bruchstelle der zulässige Lärmpegel überschritten, was kurzerhand zu mehreren Verwarnungen der Rennleitung in einer Runde führte und die Disqualifikation vom Rennen für die #685 zur Folge hatte.

Teamchef Holthaus sagte deutlich zerknirscht: „Unser Clio-Spezialist Louis Walter bereitet das Auto immer zu 100 % vor und hat uns einen perfekten Wagen hingestellt. Das gesamte Team hat wieder alles gegeben. Daher ist eine Disqualifikation wegen eines defekten Auspuffs, für den wir nichts konnten, extrem frustrierend - aber so sind die Regeln.“ Er ergänzt: „Leider hatten wir nicht mehr die Möglichkeit etwas zu reparieren, da lässt das Reglement keinen Spielraum. Somit sind wir in Führung liegend ausgeschieden und fahren ohne Punkte nach Hause. Beim nächsten Lauf greifen wir wieder voll an!“

Oliver Reyle als Teammanager sieht es sportlicher: „That’s racing! Das Team hat alles gegeben und tolle Arbeit geleistet. Doch da kannst Du noch so gut vorbereitet sein, es kommt anders als gedacht. Aufstehen, Krone richten und bei Rennen vier Ende Juni gehen wir dann wieder voll zur Sache!“

X85racing hat nun genügend Zeit den Clio wieder zu optimieren, denn für das Team geht es mit der 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy erst nach dem ADAC TOTAL 24h-Rennen in der Saison weiter. Dann geht es beim vierten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie am 26. Juni 2021 wieder um 8:30 Uhr ins 90-Minuten Zeittraining und um 12:00 Uhr in das vierstündige Rennen.

Weitere Termine 2021

Die weiteren Termine der Nürburgring Langstrecken-Serie*

  • 26.06. – 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
  • 10.07. – 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
  • 11.07. – 44. RCM DMV Grenzlandrennen
  • 11.09. – ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. – 53. ADAC Barbarossapreis
  • 09.10. – 45. DMV Münsterlandpokal

*vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen/Änderungen des Veranstalters

19.04.2021

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Rennpremiere für X85racing wurde mit Klassensieg und zwei Fabelzeiten belohnt

Rennpremiere von X85racing muss aufgrund des Eifelwetters verschoben werden
       

Lüdenscheid/Nürburg: Der verspätete Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie am Samstag, den 17. April 2021 schrieb gleich ein erstes Kapitel des Teamerfolges für X85racing. Beim NIMEX 45. DMV 4h-Rennen gelang dem frisch gegründeten Rennstall der Sieg in der Klasse H2. Ebenso wurde mit dem Renault Clio RS #685 im Qualifying die schnellste Runde eines Cup-Clio mit 9:16,435 min und im Rennen mit 9:20,602 min die schnellste Rennrundenzeit von Michael Bohrer gefahren. Mit ihm wechselten sich Teamchef Gerrit Holthaus und Marc Wylach am Steuer ab.

Nachdem der erste Lauf der NLS dem Wetter zum Opfer fiel, war die Eifel dann beim zweiten Rennwochenende gnädiger. Zwar herrschten am Freitag sowie am Samstag niedrige Temperaturen, doch blieb es trocken und zwischendurch zeigte sich die Sonne am Frühlingshimmel. Der X85racing Clio bereitete am Trainingsnachmittag noch ein paar Probleme, die sich jedoch als lösbar entpuppten. Wie gut das Auto läuft, bewies der ehemalige Peugeot Werkspilot Michael Bohrer am Samstagmorgen mit einer fabelhaften Qualifikationszeit. Dementsprechend ging es von der Pole-Position in der Klasse H2 pünktlich um 12:00 Uhr in das Rennen über vier Stunden.

Auch hier setzte Bohrer ein weiteres Ausrufezeichen und definierte die schnellste Rennrunde eines Cup-Clio auf der VLN-Variante des Nürburgrings. So führte das Team die Klasse souverän an. Da die stärksten Gegner durch technischen Defekt oder verunfallt ihr Rennen nicht beenden konnten, stand beim Überqueren der Zielflagge X85racing nach 24 absolvierten Runden als Gewinner ganz oben auf dem Podest. Der Vorsprung zum Zweitplatzierten betrug über eine Runde, obwohl sich zwischendurch auch wieder auftretende Elektronikprobleme bei der #685 bemerkbar machten. Doch innerhalb weniger Minuten wurde im Rennbetrieb der Fehler gefunden und eine defekte Zündspule in Windeseile getauscht.

Stimmen nach dem Rennen

Oliver Reyle, Teammanager: „Ich denke, wir dürfen mächtig stolz auf unsere Rennpremiere als X85racing sein. Das Team hatte den Clio effektiv und super vorbereitet und optimiert. Am gesamten Rennwochenende haben alle ruhig und sehr professionell gearbeitet und der Sieg ging verdient an die ganze Truppe. Einmal mehr zeigte sich, dass die Piloten top liefern müssen und das Rennen dann über das gesamte Team gewonnen wird. Herzlichen Dank an unsere Mädels und Jungs! Somit können wir sehr zuversichtlich auf die weitere Saison blicken.“

Gerrit Holthaus, Teamgründer und Pilot #685: „Das war ein wahnsinnig tolles Rennen, geprägt von Rekorden. Michael hat hier die Messlatte für die Zukunft nochmals höher gelegt. Der bisherige Rekord wurde vor längerer Zeit mit einem Motor mit angeblich 280 PS gesetzt. Bauchschmerzen bereitete uns das Problem beim Hochschalten, ich konnte nicht wie gewohnt unter Last durchschalten. Stattdessen musste das Kupplungspedal auch beim Hochschalten benutzt werden. Im Verlauf meines Stints trat ein weiteres Problem auf, das mich unplanmäßig zwang, unsere Box anzusteuern. Zündaussetzer drosselten die Leistung des Clio Motors enorm. Unglaublich, wie schnell dann der Fehler gefunden wurde und wir wieder angreifen konnten. Für mich persönlich das Resultat von top Teamwork und Pilotenleistung. Zugleich war es der 20. Klassensieg in der Langstrecke. Da das ganze Team samt Management uns Fahrern den Rücken freigehalten hat, konnten wir uns hier voll und ganz auf das Fahren konzentrieren - die funktionieren, wie ein Uhrwerk, in dem jedes kleine Rädchen ineinandergreift.“

Marc Wylach, Pilot #685: „Nachdem uns das Auto am Freitag nach dem Training leider noch einige offene Fragen bezüglich des Fahrverhaltens hinterlassen hat, konnten wir diese bis zum Start des Qualifyings am Samstagmorgen lösen. Was in unserem Auto steckt, hat Michael dann ja eindrucksvoll durch das Setzen eines neuen Rundenrekords für den Cup Clio gezeigt! Michael konnte sich auch am Start von Tobi Overbeck bis zu dessen Ausfall leicht absetzen, sodass ich das Auto in Führung liegend übernahm.“

Wylach berichtet weiter: „Nach etwas Eingewöhnung in die Rennaction im ersten Lauf nach immerhin acht Monaten Rennpause konnte ich schließlich weiter Erfahrung auf dem für mich immer noch neuen Auto sammeln und bin mit einer 9:33 min auch sehr zufrieden. In Gerrits Stint kam dann noch ungewollt etwas Dramatik auf, trotzdem konnten wir den ersten Platz schließlich ins Ziel bringen, sodass ich endlich meinen ersten Klassensieg in der NLS feiern konnte! Dem Lob an das ganze Team kann ich mich nur anschließen. Jeder bringt sich in seiner Position voll ein, wodurch so ein Erfolg erst möglich wird. Diese Tendenz dürfen wir gerne beibehalten, da freue ich mich schon heute auf das nächste Rennen.“

Michael Bohrer, Pilot #685: „Am Freitag hatte ich mich bewusst etwas zurückgezogen und als Mechaniker im Hintergrund gearbeitet, um mit Gerrit am Fahrwerk zu arbeiten. Das geänderte Fahrverhalten durch die neue Front warf dann viele Fragen auf. Aber wir haben gemeinsam überlegt und über Nacht agiert. Dass wir alles richtig gemacht haben, konnten wir samstags beweisen. Wir waren mit unserem Design nicht nur die Schönsten, sondern auch die Schnellsten. Marc kommt immer besser mit dem Auto klar und Gerrit ist eh seit Saisonbeginn voll auf Level.“

Der Saarländer führt weiter aus: „Im Training habe ich dann bei idealen Streckenbedingungen zeigen können, was das Auto kann. Ich bin stolz, hier solch eine Zeit gesetzt zu haben. Im Rennen durfte ich den Start fahren, der ideal verlief und ich konnte den Vorsprung ausbauen. In meiner letzten Runde vor dem Fahrerwechsel brannte ich auch die schnellste Runde in den Asphalt. Das zeigt, dass wir auch über die Distanz unsere Leistung voll abrufen können. Anschließend konnten meine Teamkollegen souverän ihre Stints abspulen. Die Probleme vor Schluss machten es nochmal spannend, aber das Team hat ruhig reagiert. Routiniert und schnell wurde das Problem behoben. Also da kann ich nur ein großes Lob an die Mannschaft geben. Motorsport ist Mannschaftssport, da hat jeder zu diesem Erfolg beigetragen. Ich freue mich darüber, neben dem Siegerpokal auch die beiden Rekorde vom Nürburgring mitzunehmen. Lauf drei greifen wir in der Grünen Hölle wieder an!“

Der dritte Lauf der NLS steht in zwei Wochen auf dem Plan. Dann tritt X85racing am 1. Mai 2021 beim 62. Eibach ADAC ACAS Cup wieder um den Sieg an. Die Startampel schaltet um 12:00 Uhr auf Grün, der Livestream startet mit dem Zeittraining am Renntag um 8:30 Uhr.

Weitere Termine 2021

Nürburgring Langstrecken-Serie NLS*

  • 01.05. – 62. EIBACH ADAC ACAS Cup
  • 26.06. – 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
  • 10.07. – 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
  • 11.07. – 44. RCM DMV Grenzlandrennen
  • 11.09. – ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. – 53. ADAC Barbarossapreis
  • 09.10. – 45. DMV Münsterlandpokal 

*vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen/Änderungen des Veranstalters

28.03.2021

X85Racing Logo

Rennpremiere von X85racing muss aufgrund des Eifelwetters verschoben werden

Rennpremiere von X85racing muss aufgrund des Eifelwetters verschoben werden
       

Lüdenscheid/Nürburg: Voller Motivation reiste das neu gegründete X85racing Team an, um die Rennpremiere in der Nürburgring Langstrecken-Serie zu bestreiten. Die Mannschaft rund um Gerrit Holthaus ist ein eingespieltes Team und stellt sich 2021 neu auf. Bei der 66. ADAC Westfalenfahrt hatte das Pilotentrio aus Gerrit Holthaus, Michael Bohrer und Marc Wylach den Klassensieg in der H2 anvisiert, der Renault Clio RS #685 war bestens vorbereitet. Doch mit Beginn des Zeittrainings am Samstag den 27. März setzte Schneeregen ein und verwandelte die Grüne Hölle zeitweise in ein weißes Winterland. Der Veranstalter sagte nach Stunden des Wartens dann aus Sicherheitsgründen das Rennen ab.

Am Freitag beim Probe- und Einstelltag der NLS spulten die Piloten bereits zahlreiche vielversprechende Runden ab, doch am Nachmittag beendete ein technisches Problem weitere Testkilometer. Schnell und routiniert wurde der Fehler gefunden und der Renault Clio RS war am frühen Abend wieder startklar für den Renntag. Noch bevor die #685 das Zeittraining um 8:30 Uhr aufnahm war dieses jedoch nach wenigen Minuten schon wieder durch die rote Flagge beendet. Schneeregen in vielen Streckenabschnitten machten ein Fahren unsicher, was die Rennleitung zum Abbruch bewog.

In den folgenden Stunden wechselten sich Schneestürme mit Minuten voll Sonne ab und kurzzeitig kam auch die Hoffnung auf, dass doch gestartet werden kann. Doch die weitere Wetterprognose für den Tag sowie Schnee, der auf den Seitenstreifen liegenblieb, bewogen den Veranstalter zur Entscheidung den ersten Lauf der NLS abzusagen.

„Wir waren voller Zuversicht, als wir Freitag sahen, wie gut der Clio läuft. Den kleinen Fehlerteufel konnten wir dann auch schnell finden und vertreiben.“, sagte Teamchef Holthaus. Er schaut zuversichtlich nach vorne: „Leider lässt sich dann das Wetter in der Eifel schwer vorhersagen und nicht beeinflussen, so konnten wir trotz allen Bemühungen der VLN nicht die Rennpremiere für X85racing erleben. Doch beim zweiten Lauf, dann auch im passenden Design gehen wir noch motivierter ins Rennen!“

Der X85racing Clio ging zum ersten Lauf noch ohne sein Teameigenen Look in die Eifel, da aufgrund von logistischen Schwierigkeiten eine vollständige Folierung nicht mehr möglich war.

Teammanager Oliver Reyle ergänzt: „Trotz der Enttäuschung wegen der Absage des Rennens, hat das Team hervorragende Arbeit geleistet. Auch wenn man X85racing als neues Team in der NLS wahrnimmt, so merkt man, dass es aus „alten“ Hasen besteht, die durch ihre Jahrelange Erfahrung in dieser Rennserie glänzen. Jedes der Teammitglieder ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. Hand in Hand und ohne dass es viele Worte braucht, funktioniert alles reibungslos auf professionellem Niveau. Dennoch fehlt es nicht an Humor und Freude. Da kann schon mal laut gelacht werden, wenn wir Witze machen. Man kennt sich halt. Ja, ich freue mich auf das nächste Zusammentreffen und dann auf hoffentlich das erste Rennen von X85racing!“

Michael Bohrer sagte: „Es war unglaublich, dass wir nach so langer Zeit und in der momentanen Situation endlich zum Nürburgring reisen konnten. Hier muss man wirklich ein Lob an die Organisation der NLS aussprechen, die dies möglich machten. Von meiner Seite muss ich sagen, dass das Hygienekonzept hervorragend funktioniert hat und für unseren Ablauf keine Probleme bereitete. Ich bin vollauf zufrieden mit unserer Generalprobe. Wir konnten schon Donnerstagabend alles fertig aufbauen und somit stand am Freitagmorgen alles genauso am Platz wie wir uns das vorgestellt haben. Die erste Ausfahrt mit unserem Clio war sogar von den Rundenzeiten aller drei Fahrer schneller als erwartet. Der kleine Fehler in der Elektrik war dann auch kein Problem für unsere routinierten Mechaniker. Es war eine super Stimmung im Team und ich wäre voll motiviert an den Start gegangen. Das die Absage der Rennleitung kam war schade, aber aufgrund des Eifelwetters nachvollziehbar. Mit der Erkenntnis, dass es nichts großartig zu verbessern gibt, reisen wir hervorragend aufgestellt zum nächsten Lauf.“

Der zweite Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie findet am Samstag den 17. April 2021 statt. Das 45. NIMEX DMV 4-Stunden-Rennen wird um 12:00 Uhr gestartet. Das Zeittraining beginnt bereits um 8:30 Uhr und kann am Livestream unter www.vln.de und bei YouTube bis zum späten Nachmittag verfolgt werden. Auch hier werden voraussichtlich noch keine Zuschauer zugelassen sein und für die Teams im Fahrerlager strenge Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten sein.

Termine 2021

Nürburgring Langstrecken-Serie NLS*

  • 27.03. – 66. ADAC Westfalenfahrt
  • 17.04. – 45. DMV 4-Stunden-Rennen
  • 01.05. – 62. EIBACH ADAC ACAS Cup
  • 26.06. – 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
  • 10.07. – 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
  • 11.07. – 44. RCM DMV Grenzlandrennen
  • 11.09. – ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. – 53. ADAC Barbarossapreis
  • 09.10. – 45. DMV Münsterlandpokal 

*vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen/Änderungen des Veranstalters

X85Racing Logo

X85racing – Ein neues Team in der Nürburgring Langstrecken-Serie mit starkem Pilotentrio 

X85racing – Ein neues Team in der Nürburgring Langstrecken-Serie mit starkem Pilotentrio
       

Lüdenscheid: Das neu gegründete Team X85racing startet 2021 mit dem Renault Clio RS #85 in der Nürburgring Langstrecken-Serie. Eine aufeinander eingespielte Fahrerbesetzung mit dem ehemaligen Peugeot Werksfahrer Michael Bohrer (37/Merzig) und Gerrit Holthaus (37/Lüdenscheid) wird in der Klasse H2 die gesamte Saison bestreiten. Holthaus als Fahrzeugeigner ist Teamchef und hat eine eingespielte Mannschaft hinter sich. Beide schlossen 2020 auf dem 5. Gesamtrang der Fahrerwertung ab. Komplettiert wird das Cockpit von Marc Wylach (38/Wuppertal), der ebenfalls seit Jahren im Renault Clio RS auf der Nordschleife erfolgreich antritt.

Das Pilotenduo Holthaus und Bohrer ist seit 2017 gemeinsam erfolgreich in der NLS (vormals VLN) und kann auf zahlreiche Klassensiege verweisen. Bedingt durch eine interne Umstrukturierung gehen sie nun als X85racing in die Saison und werden von Wylach verstärkt. Verantwortlich für das Teammanagement ist Oliver Reyle aus Bramsche der die Mannschaft schon lange betreut und sponsert. Der Team-Name kommt von der Modellbezeichnung des Renault Clio RS Cup, und die Fahrzeugfarben sind eine Hommage an viele erfolgreiche Autos aus dem Hause Renault/Alpine.

„Wir freuen uns sehr, dass wir als X85racing in diesem Jahr in der H2 mit der #85 angreifen dürfen und hoffen, dass uns die Fans weiterhin genauso anfeuern wie in der Vergangenheit“, so Holthaus. Er erklärt: „Unsere Verbundenheit zum Clio ist groß und wir lieben es mit diesem Auto im Feld mitzukämpfen. Ich weiß ein routiniertes Team hinter uns, welches den Clio in- und auswendig kennt. Mit Michael und Marc an der Seite wollen wir immer oben auf dem Podium stehen, um damit auch Klassensiege und eine entsprechend gute Platzierung in der Gesamtwertung wiederzuerkämpfen.

“Michael Bohrer ergänzt: „Ich wünsche mir, dass trotz der noch schwierigen Umstände im Motorsport, bedingt durch die Pandemie, genügend Mitstreiter in der Klasse antreten, um genügend Punkte zu sammeln. Noch größer ist der Wunsch wieder die Fans rund um die Nordschleife und im Fahrerlager zu sehen. Wir blicken zuversichtlich auf die Saison und werden unser Bestes in der Grünen Hölle geben, ich bin Gerrit für die Chance, weiterhin Clio auf der schönsten Rennstrecke der Welt zu fahren, sehr dankbar!“

Marc Wylach: „Ich freue mich sehr in einem solch hoch motivierten und eingespielten Team zu sein, wir kennen uns schon lange. Die Freude in der Mannschaft merke ich schon bei unseren Vorbereitungen und wegen mir darf es sofort losgehen. Mit zwei solchen Partnern am Lenkrad können wir sicherlich unsere gesteckten Ziele erreichen. Schauen wir nun nach vorne und hoffen, dass die Saison pünktlich und hoffentlich mit Zuschauern startet.“

Der Auftakt der Langstrecken-Saison ist am letzten Wochenende im März. X85racing plant bei allen Rennen der Serie an den Start zu gehen. Die Rennen werden vorerst noch ohne Zuschauer und unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln stattfinden.

Termine 2021

Nürburgring Langstrecken-Serie NLS*

  • 27.03. – 66. ADAC Westfalenfahrt
  • 17.04. – 45. DMV 4-Stunden-Rennen
  • 01.05. – 62. EIBACH ADAC ACAS Cup
  • 26.06. – 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
  • 10.07. – 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
  • 11.07. – 44. RCM DMV Grenzlandrennen
  • 11.09. – ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. – 53. ADAC Barbarossapreis
  • 09.10. – 45. DMV Münsterlandpokal 

*vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen/Änderungen des Veranstalters

 

Termine

NLS - Termine

20.03.2021   NLS Test

27.03.2021   Lauf 1

17.04.2021   Lauf 2

01.05.2021   Lauf 3

26.06.2021   Lauf 4

10.07.2021   Lauf 5  

11.07.2021   Lauf 6

11.09.2021   Lauf 7 6h-Rennen

25.09.2021   Lauf 8

09.10.2021   Lauf 9

 

NLS - Termine 2022

25.-26.03.2022 – NLS1 

08.-09.04.2022 – NLS2 
22.-23.04.2022 – NLS3 
24.-25.06.2022 – NLS4 
08.-09.07.2022 – NLS5 (6h Rennen
09.-11.09.2022 – NLS6 (12h Rennen
07.-08.10.2022 – NLS7 
21.-22.10.2022 – NLS8

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